Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Gemeinsam gegen die rollende Gefahr auf der Straße. Mit der Kampagne „Keine Monstertrucks!“ will ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden die Zulassung so genannter Gigaliner auf Deutschlands Straßen verhindern. Am 21. August stellte der BUND zusammen mit anderen Verbänden (NABU, VCD, Transnet, GDBA und Allianz pro Schiene) ihre Initiative vor. Mit einer Aktionsplattform im Internet (www.gueter-auf-die-schiene.de/) klären die sechs Verbände über die negativen Folgen einer Zulassung von Riesen-Lkw in Deutschland und Europa auf und koordinieren Aktionen, mit denen sich jeder Einzelne gegen eine Zulassung von Monstertrucks wehren kann.

„Mit unserer Kampagne wollen wir die Irreführung der Öffentlichkeit durch die Lkw-Lobby beenden, die konsequent die Gefahren der für unsere Straßen völlig überdimensionierten Fahrzeuge verschleiert“, sagt Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Im Herbst wollen die Länderverkehrsminister über eine bundesweite Zulassung von Riesen-Lkw abstimmen. Deutschlands Umgang mit den Monstertrucks wird auch in der EU genau beobachtet. Dort steht für das kommende Jahr eine entsprechende Entscheidung an. „Wir wollen über die Gefahren aufklären und die bislang vor allem in Fachkreisen geführte Diskussion in die Öffentlichkeit tragen. Denn mit den Monstertrucks kommen Mensch und Umwelt verkehrspolitisch unter die Räder“, so Flege.

Gern führen die Befürworter der so genannten Gigaliner den vermeintlichen Umweltvorteil der bis zu 25,25 Meter langen und bis zu 60 Tonnen schweren Fahrzeuge an. Für NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller ist das nur ein Scheinargument: „Statt Umweltvorteile bringen Riesen-Lkw riesige Umwelt-Probleme. Monstertrucks führen zu einer Verkehrsverlagerung von der umweltfreundlichen Schiene auf die preiswertere Straße. Mehr Lkw sind die Folge. Das führt zu mehr CO2, mehr Luftschadstoffen und mehr Lärm und ist unvereinbar mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung.“

„Der Straßentransport ist pro Tonnenkilometer dreimal energieaufwändiger als der Schienenverkehr“, so BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. „Durch größere Lkw wird es außerdem nicht weniger Fahrten geben. Die Monster-Lkw können wegen ihrer Ausmaße viele Ziele nicht direkt erreichen, so dass zusätzliche Zubringerfahrten von und zu Verteilzentren erforderlich sind. Ohne die massive Verlagerung auf die Schiene ist Klimaschutz nicht machbar.“

Michael Gehrmann, Bundesvorsitzender des VCD, betont das Sicherheitsrisiko, das eine Zulassung von Monstertrucks mit sich bringt: "Bereits heute ist die Gefahr, bei einem Straßenverkehrsunfall tödlich zu verunglücken, doppelt so hoch, wenn ein Lkw beteiligt ist. Riesen-Lkw mit höherer Masse und Länge haben längere Bremswege, steigern die Unübersichtlichkeit auf den Straßen und führen zu längeren Überholvorgängen. Dadurch wird das bereits bestehende Unfallrisiko nochmals deutlich erhöht."

Diese Sicherheitsrisiken lassen sich auch nicht durch umfangreiche Investitionen in die Straßeninfrastruktur vollends ausräumen. Bis zu acht Milliarden Euro wären laut Bundesverkehrsministerium allein für Umbaumaßnahmen an Brücken nötig, damit sie den Belastungen durch Monstertrucks standhalten können. „Das sind Kosten, die auf die Allgemeinheit abgewälzt werden“, sagt GDBA-Bundesvorsitzender Klaus-Dieter Hommel. Derartige Investitionen in die Straße würden die Schiene im Wettbewerb um die knappen staatlichen Infrastrukturmittel zusätzlich benachteiligen. Hommel befürchtet auch andere Anreize zur Verkehrsverlagerung: „Da die Mautsätze in Deutschland nicht nach Fahrzeuggewicht oder Fahrzeuglänge differenziert sind, erspart der Einsatz von Riesen-Lkw den Speditionen Mautkosten.“

Informationen zum Thema Monstertrucks finden Sie auf www.gueter-auf-die-schiene.de

Und jetzt fragen Sie sich, was das mit der geplanten Fichtelgebirgsautobahn zu tun hat? Wenn wir den Bau der Autobahn durch unser Fichtelgebirge zulassen, holen wir uns diese Fahrzeuge in die Region. Lärm, Abgase, Landverbrauch, Gefährdungspotenzial - alles kommt hautnah.

Deswegen: der Herbst muss ein heißer Herbst werden. Wenn wir zusammenhalten, können wir gewinnen!

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24.11.2017, 00:44 Uhr

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