Bürgerinitiative gegen eine Fichtelgebirgsautobahn

Keine B 303 neu durch das Fichtelgebirge!

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Der Widerstand in der Bevölkerung ist zum Leben erweckt worden und die Pläne der Behörden konnten durchkreuzt werden

Durch den gewaltigen Widerstand in der Bevölkerung (über 30.000 Unterschriften hat die Bürgerinitiative in kürzester Zeit gesammelt; regelmäßig werden Demonstrationen organisiert) konnte der Plan der Regierung von Oberfranken und der Bayerischen Staatsregierung gerade noch verhindert werden, der darauf abgezielt hatte, das Projekt der sog. „Autobahn durch das Fichtelgebirge“ in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufnehmen zu lassen.

Das gewaltige Risiko für die Umwelt musste offiziell bestätigt werden

Das Gutachten der Fa. Dorsch Consult anno 2001 hat außerdem attestiert, dass das Fichtelgebirge ein ökologisch sehr sensibler Lebensraum ist. Auch das Bundesverkehrsministerium hat dies 2004 mit seinen Einstufungen im Bundesverkehrswegeplan bestätigt. Auf einer möglichen Skala von Note 1 bis Note 5 wurde das vorgeschlagene Projekt der Autobahn durch das Fichtelgebirge mit Waldsteintunnel als extrem umweltschädlich (Note 5!) eingestuft.

Die geringen Verkehrszahlen mussten offiziell bestätigt werden

Ferner mussten die Autobahnplaner zugeben, dass unsere Bürgerinitiative die amtlichen, offiziellen Verkehrszahlen verwendet. Diese Zahlen, auch die vom renommierten IFO-Institut bis 2015 prognostizierten Verkehrszahlen, sind so gering, dass die zuletzt favorisierten Trassen mit Waldsteintunnel einen extrem schlechten sog. Kosten-Nutzen-Faktor aufweisen. Im Klartext: Die Kosten sind gemessen am Nutzen, also am erwarteten Verkehrsaufkommen, viel zu hoch. Das Projekt der Autobahn durch das Fichtelgebirge ist unter ökonomische Aspekten nicht zu rechtfertigen. Steuergelder würden verschleudert, die man an anderer Stelle in der Region (z.B. Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten) dringend gebrauchen könnte.

Es gibt auch ein Gutachten, dass vom Autobahnbau abrät

Ein Gutachten vom Büro für angewandten Umweltschutz in Stuttgart aus dem Jahr 2003 sah keinen Bedarf für eine Autobahn durch das Fichtelgebirge, sondern schlug Verbesserungen z.B. für die bestehende B303 vor. Es bestätigte die Bürgerinitiative darin, dass es bereits drei West-Ost-Bundesstraßen gibt, die durch punktuelle Verbesserungen in der Lage sind, den Verkehr zu bewältigen.

Der Widerstand bleibt mächtig

Die Proteste gegen die Autobahn reißen nicht ab. An dieser Stelle seien nur einige wenige Beispiele aufgeführt:

  • Alljährlich zum 1.Mai organisiert die Bürgerinitiative zusammen mit dem BN (Bund Naturschutz) und dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) eine große Widerstandskundgebung am Gipfel des Waldsteins mit je 500-1500 Teilnehmern.
  • Die Fa. Sieber mit Sitz in Weißdorf organisiert alljährlich im Sommer ein Mahnradfahren für groß und klein durch die Schönheiten unseres Fichtelgebirges.
  • Ein musikalisches Open Air gegen die Autobahn fand 2006 im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz und 2001 in Hallerstein statt
  • Am 4.5.2001 protestierte die Bürgerinitiative mit einem Zug von fast 2000 Menschen durch den Regierungssitz Bayreuth. Nach Aussage der Bayreuther war dies die größte Demo in Bayreuth seit „Pershing II“.
  • Seit 2001 fanden beeindruckend viele Demonstrationen gegen die Autobahn statt, z.B. in Höchstädt, Röslau, Weißenstadt, Zell, Weißdorf, ...

Ohne den großen Widerstand aus der Bevölkerung wäre das Projekt 2004 vermutlich sofort in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingestuft worden. Viele Abgeordnete haben uns bestätigt, dass es sehr wichtig ist, den Widerstand weiter zu zeigen, denn den Willen des Volkes müssen auch Politiker und Behörden zur Kenntnis nehmen.

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18.08.2017, 03:02 Uhr

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